Wie funktioniert tiergestützte Therapie?
Mein Hund Momo und ich sind ein zertifiziertes Therapiebegleithundteam.
Ich arbeite mit ihm tiergestützt im Rahmen einer indizierten und geplanten Behandlung. Das kann gezielt durch bestimmte Übungen oder Spiele geschehen oder spontan aus der gemeinsamen Interaktion.
Ich arbeite mit ihm tiergestützt im Rahmen einer indizierten und geplanten Behandlung. Das kann gezielt durch bestimmte Übungen oder Spiele geschehen oder spontan aus der gemeinsamen Interaktion.
Die tiergestützte Arbeit ist sehr facettenreich, so dass Einzelbeschreibungen immer nur Beispiele eines Ausschnittes sein können. Zur Veranschaulichung sollen folgende Einblicke beschrieben werden:
Beispiel eins: Angst und Unsicherheit im Gespräch mit anderen
Eine Patientin mit sozialer Phobie kann bei einem Spaziergang, bei der sie selbst die Leine führt, von folgenden Umständen profitieren:
- Die Lenkung des Tieres stärkt das Selbstwirksamkeitserleben und damit das Selbstbewusstsein.
- Der nahe Kontakt mit einem Tier senkt die physische Aufregung.
- Momo selbst ist ein auffällig großer Hund, dadurch wird man auf der Straße recht oft von Passanten angesprochen oder beobachtet, das steigert die Gelegenheiten zur Übung des Sozialkontaktes.
- Zugleich lenkt die Auffälligkeit die Aufmerksamkeit des Gesprächspartners auf das Tier.
Beispiel zwei: Sozialverhaltensauffälligkeiten
Ein Patient mit Sozialverhaltensstörung hat in seinen Lebensjahren wiederholt die Erfahrung gemacht, mit seinem Verhalten anzuecken, Erwachsene zu verärgern und Gleichaltrige von sich zu stoßen.
Neue Beziehungen zu gestalten fällt ihm grundsätzlich schwer und besonders, wenn diese Erfahrungen in den Vordergrund gerückt werden. Die Vorstellung in einer Psychotherapeutischen Praxis und die Auseinandersetzung mit den Sorgen erscheint wenig verlockend.
Jedoch liebt er Tiere und hat bisher überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Die Aussicht in der Therapiestunde einen nicht urteilenden, freundlichen und starken Hund zu sehen, ihn streicheln zu können und mit ihm spielen zu dürfen, schafft Motivation bei diesem Patienten. In Begleitung des Hundes fühlt er sich zudem gestärkt.
Durch kleinschrittige Interaktionen zunächst mit dem Hund und zunehmend mit Menschen, gelingt der Aufbau einer neuen Erwartungshaltung ggü. den Mitmenschen sowie eine höhere Soziale Kompetenz.
Neue Beziehungen zu gestalten fällt ihm grundsätzlich schwer und besonders, wenn diese Erfahrungen in den Vordergrund gerückt werden. Die Vorstellung in einer Psychotherapeutischen Praxis und die Auseinandersetzung mit den Sorgen erscheint wenig verlockend.
Jedoch liebt er Tiere und hat bisher überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Die Aussicht in der Therapiestunde einen nicht urteilenden, freundlichen und starken Hund zu sehen, ihn streicheln zu können und mit ihm spielen zu dürfen, schafft Motivation bei diesem Patienten. In Begleitung des Hundes fühlt er sich zudem gestärkt.
Durch kleinschrittige Interaktionen zunächst mit dem Hund und zunehmend mit Menschen, gelingt der Aufbau einer neuen Erwartungshaltung ggü. den Mitmenschen sowie eine höhere Soziale Kompetenz.